Ohne Amerika kein Europa, ohne US-Soldaten keine Sicherheit – das war die Formel, die seit
dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt. Mit Donald Trump geht diese Epoche unwiderruflich zu Ende. Holger Stark analysiert, warum das, wofür Trump steht, keine flüchtige Momentaufnahme ist, sondern ein Epochenbruch, mit dem etwas Neues beginnt. Er rekonstruiert die Versäumnisse der vergangenen 25 Jahre – und entwirft ein präzises Bild, wie ein Leben jenseits von Amerika aussehen könnte. Für ihn ist es 35 Jahre nach der Wiedervereinigung für Deutschland an der Zeit,
erwachsen zu werden.
Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur der ZEIT und verfolgte
von 2013 bis 2017 als Korrespondent in Washington Donald Trumps
Aufstieg. Seine Enthüllung (zusammen mit Kollegen), dass die NSA das
Handy von Angela Merkel abgehört hatte, löste eine schwere Krise im
deutsch-amerikanischen Verhältnis aus. Seine Bücher „Staatsfeind
Wikileaks“ und „Der NSA-Komplex“ waren SPIEGEL-Bestseller.
Moderation: Dr. Katharina Luther, d.a.i.-Direktorin
© Nina Mallmanni



