Im Sommer 2026 findet die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada statt. Zeitgleich, am 4. Juli 2026, feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Donald Trump hat in der Vergangenheit Verbindungen zu verschiedenen Sportbereichen gepflegt – darunter Kampfsport, American Football und Golf – und tritt nun in eine engere Zusammenarbeit mit Fifa-Präsident Infantino. Diese Entwicklung steht im Kontext eines breiteren Trends: Seit Jahren verbinden Staatschefs weltweit Fußball mit nationalen Interessen. Der serbische Präsident Vučić pflegt Kontakte zu Fangruppen, die auch bei politischen Demonstrationen präsent sind. Der türkische Präsident Erdoğan fördert den Stadionbau in bestimmten Regionen des Landes. Saudi-Arabien investiert stark in den Fußball und wird 2034 die Weltmeisterschaft ausrichten. Der Text beleuchtet, wie Fußball und nationale Politik zusammenwirken – und welche Gegenentwürfe diskutiert werden.
Ronny Blaschke, geboren 1981, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert. Mit „Spielfeld der Herrenmenschen – Kolonialismus und Rassismus im Fußball“, seinem sechsten Buch, möchte er eine Debatte anstoßen. Blaschke hält Vorträge und organisiert Bildungsangebote. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.
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