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Folge 14: Brooklyn 99

 

Heute stell ich euch mal wieder eine Gute-Laune-Serie vor, mit der man Stunden auf der Couch verbringen kann. Ich präsentiere meine absolute Komfort-Serie – vermutlich sogar meine Lieblingsserie: Brooklyn 99.

 

Die Serie spielt in New York‘s 99 Polizeirevier und folgte dessen Polizist*innen in ihrem täglichen Kampf gegen das Verbrechen. Die meisten Szenen spielen im Revier oder während ihrer Ermittlungsarbeit und die meisten Episoden drehen sich um einen neuen und aktuellen Fall. Da alle Charaktere quasi eine große Familie sind wird auch viel Zeit auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und ihre ups und downs verwendet.

 

Eigentlich alle Sitcoms stehen und fallen mit ihren Charakteren, denn man verbringt so viele Folgen und Staffeln mit ihnen. Gut, dass Brooklyn 99 einen relativ großen und unterschiedlichen Hauptcast hat. Dieses Video stellt euch die Charaktere kurz und knackig vor (die Einzige, die fehlt, ist Gina – die menschliche Version des 100-Emoticons). Ich finde es tatsächlich sehr schwer zu sagen, wer mein Lieblingscharakter ist (was ein gutes Zeichen ist), denn (fast) alle haben Dinge, die für sie sprechen. Aber letztendlich muss ich mich für Captain Holt entscheiden – bisher ist mir noch kein Charakter mit so vielen und gleichzeitig so wenigen Emotionen untergekommen.

 

Die meisten Sitcoms bringen mich zum Schmunzeln, doch Brooklyn 99 schafft es regelmäßig mich laut zum Lachen zu bringen (dieses gute, unkontrollierte, kehlige Lachen, dass man sich in der Öffentlichkeit verkneift). Es ist sehr schwer zu sagen, was genau die Serie so witzig macht, denn es ist eher eine Mischung an vielen Dingen. Dieses Video bricht das ganze sehr gut runter (Vorsicht: leichte Spoilergefahr). Eine Komponente möchte ich aber doch erwähnen: die meisten Folgen beginnen mit einem sogenannten Cold Open. Diese sind vom restlichen Plot der Serie unabhängig und benötigen daher keinen Kontext. Manchmal, wenn mir langweilig ist, schau ich mir einfach eine Zusammenstellung der Cold Opens an und bin für Stunden sehr gut unterhalten.  

 

Trotz dem humoristischen Ton der Serie behandelt sie von Zeit zu Zeit doch sehr ernste Themen – und dann geht es einem direkt ans Herz. Einige dieser Themen sind: Polizeigewalt, Homophobie, Rassismus und #metoo.

 

Etwas, dass auch sehr für diese Sitcom spricht, ist ihre Inklusion. Der Hauptcast hat zwei afro-amerikanische Figuren und zwei Latinas (die auch von Latinx Schauspielerinnen gespielt werden.) Es gibt auch LGBTQIA+ Repräsentation: Holt verkündet in der ersten Folge der ersten Staffel das er schwul ist (und verheiratet mit Kevin – auch eine großartige Dynamik) und auch ein weiterer Charakter bekennt sich in späteren Staffeln als bisexuell. Ich will hier nicht spoilern, wer es ist, aber wenn euch ein solcher Spoiler nichts ausmacht, dass würde ich definitiv empfehlen, sich dieses Video anzuschauen, das erklärt, warum Brooklyn 99’s Repräsentation gut und wichtig ist.

Auch finde ich es sehr angenehm, dass die Figuren nicht unbedingt stereotypisch sind. Terry ist ein gutes Beispiel: er ist ein großer und muskulöser Typ, der ohne Probleme der Macho der Serie hätte sein können. Stattdessen ist er ein sensibler und fürsorglicher Familienvater, der Jogurt liebt und unbedingt einen Mini-Van fahren will.

 

Ein witziger Nebeneffekt der Serie ist, dass sie höchstwahrscheinlich die Sprache der Zuschauer*innen unweigerlich verändern wird. Seitdem ich die Serie angefangen habe, sind Ausdrücke wie „noice“ und „smort“ Teil meines täglichen Vokabulars geworden. Auch „coolcoolcoolcoolcool“ und „nodoubtnodoubtnodoubt“ werden häufiger verwendet.

 

Es gibt – wie bei den meisten meiner Medientipps – nicht viel, was ich an Brooklyn 99 auszusetzen habe. Ich bin nicht unbedingt der größte Fan von dem Charakter Gina – aber fünf von sechs Hauptfiguren zu mögen ist eine gute Quote. Auch könnte man bemängeln, dass die Serie trotz ihrer Innovation teilweise der typischen Sitcom Formel folgt (auch hier natürlich keine Spoilers). Aber trotzdem gibt es wenig unnötiges Drama und staffellanges will-they-won’t-they.

 

Zusammenfassend gesagt, Brooklyn 99 ist eine sehr smorte und witzige Serie, die dich zum Lachen und zum Weinen (naja, ein paar Tränen wahrscheinlich) bringen wird. Sie ist zudem sehr inklusiv. Die perfekte Wahl für einen entspannten Abend, doch Vorsicht: Suchtgefahr!

 

Interessiert? Hier findet ihr den Trailer! (Es ist der Trailer für Staffel 6, doch er reflektiert den Ton der Serie sehr gut und spoilert keine der vorhergegangenen Staffeln)

 

Die ersten 6 (von 8) Staffeln findet ihr auf Netflix oder in unserer Bibliothek unter der Signatur DVD TV BRO.

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