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Folge 19: Zurück in die Zukunft

 

Jetzt, wo es draußen kalt und grau wird, verkrieche ich mich immer wieder gerne auf die Couch und schaue all die Filme, die ich schon tausendmal gesehen habe – denn Nostalgie wärmt fast so gut wie eine heiße Tasse Glühwein. Und ein Film, den ich immer wieder anschauen kann, egal in welcher Stimmung ich bin, ist mein Lieblingsfilm Zurück in die Zukunft.

 

Der Film ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Popkultur, weshalb vielen der Plot zumindest vertraut erscheinen sollte, selbst wenn sie den Film noch nicht gesehen haben. Trotzdem fass ich ihn euch hier nochmal kurz zusammen: Marty McFly geht im Jahre 1985 auf die High School und lebt in der kleinen, amerikanischen Stadt Hill Valley. Er ist mit dem exzentrischen Wissenschaftler Doc Brown befreundet, der ihn eines Nachts zu sich bestellt, um ihm seine neueste Erfindung zu präsentieren: er hat es geschafft, aus einem DeLorean eine Zeitmaschine zu bauen. Durch eine Reihe unglücklicher Geschehnisse muss Marty mit dem Auto fliehen und landet so ungewollt im Jahr 1955. Dort läuft er erstmal seinen, jetzt jugendlichen, Eltern über den Weg und verhindert aus Versehen deren schicksalhaftes Treffen, das zu ihrer Ehe und somit seiner eigenen Existenz geführt hat. Panisch sucht er den jüngeren Doc Brown auf, denn nur er kann ihm helfen, diese Geschehnisse geradezubiegen und zurück in die Zukunft zu gelangen.

 

Der Regisseur des Kult-Klassikers war Robert Zemeckis, der nicht nur bei allen drei Teilen der Reihe Regie führte, sondern auch einen Oscar für Forrest Gump gewann. Er war zudem am Drehbuch von Zurück in die Zukunft beteiligt. In den Hauptrollen sind Michael J. Fox als Marty und Christopher Lloyd als Doc Brown zu sehen. Der grandiose Soundtrack wurde von Alan Silvestri geschrieben, der unter anderem auch die Musik für die Marvel Avengers Filme geschaffen hat.

 

Ich bin definitiv nicht die Einzige, die ein großer Fan dieser Reihe ist. Die Popkultur ist voll von Referenzen zu den Filmen: vom Fluxkompensator über Hoverboards bis hin zu Phrasen wie „Wow, this is heavy“ oder „Great Scott“ wimmelt es nur so von Verweisen auf Zurück in die Zukunft. Im zweiten Teil, Zurück in die Zukunft II, reisen Marty und Doc Brown ins Jahr 2015, um Martys Zukunft zu verändern. Im tatsächlichen Jahre 2015 wurde dann viel auf den Film Bezug genommen, wie man an diesem Ausschnitt der Tagesschau sehen kann.

 

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich als Opfer meiner eigenen Nostalgie nicht wirklich objektiv über diesen Film sprechen kann, da ich mit ihm so viele positive Kindheitserinnerungen verbinde. Ich weiß auch mittlerweile nicht mehr, wie häufig ich den ersten und dritten Teil dieser Filmreihe schon gesehen habe – oft genug, dass ich (auf Deutsch) mitsprechen kann. Genau deshalb ist es für mich sehr schwierig, in Worte zu fassen, warum ich diesen Film so toll finde – aber ich werde es versuchen: Das Skript ist unglaublich gut geschrieben, die Dialoge und Szenen sind witzig und herzerwärmend zugleich. Ich bin ein großer Fan von Zeitreise-Geschichten, aber viele Filme und Serien schaffen es, das Ganze verwirrend oder unlogisch zu machen. Bei Zurück in die Zukunft I ist das nicht der Fall. Ich liebe es auch, dass es viele kleine Veränderung als Resultat von Martys Zeitreise gibt, die einem aber erst bei mehrfachen Schauen auffallen. (Nur als Beispiel: Zu Beginn des Films treffen Marty und Doc sich bei der Twin Pines Mall, die danach benannt wurde, dass der Inhaber dort eigentlich Fichten anbauen wollte. Bei seiner Reise in die Vergangenheit fährt Marty eine der zwei Fichten um und als Resultat heißt die Mall am Ende des Films Lone Pine Mall.)

Eine weitere Sache, die ich sehr loben muss, ist Alan Silvestris Filmmusik – vor allem das Hauptthema ist für mich eines der besten Stücke der Filmmusik.

 

Wenn ihr euch für ein paar andere Meinungen interessiert, dann schaut doch mal in folgende Videos rein:

 

Einige Zuschauer*innen könnte das doch sehr sichtbare Alter des Films abschrecken. Die Special Effects sind zum Großteil immer noch gut, aber das schlechte CGI von Martys verschwindende Hand könnte einen schon aus dem Moment reißen – natürlich muss man sich jedoch immer daran erinnern, dass der Film in den 80ern gedreht wurde. Auch könnte man argumentieren „Kennste einen – Kennste alle“. Die drei Filme in der Reihe unterscheiden sich plot-mäßig nicht so besonders und das recyclen von Catchphrasen und Situationen kann etwas repetitiv wirken, wenn man alle drei Filme direkt nacheinander schaut. Auch die Versuche von Lorraine (Martys Mutter) ihren eigenen Sohn zu daten (wenn auch unbewusst) könnte für heutige Zuschauer*innen etwas schwer anzuschauen sein – wobei das vielleicht auch schon in den 80ern die eine oder andere hochgezogene Augenbraue erzeugt hat.

 

Ist Zurück in die Zukunft perfekt? Natürlich nicht. Ich bezweifle, dass es den perfekten Film gibt. Aber es gibt definitiv einen Grund dafür, dass er so ein fester Bestandteil der heutigen Popkultur ist. Es handelt sich um einen kurzweiligen Science-Fiction-Film, der sich selbst nicht zu ernst nimmt und es dennoch schafft, spannend und herzerwärmend zu sein. Gut geschrieben, toll besetzt und mit einem klasse Soundtrack … es gibt definitiv viele Gründe, warum er seit über 10 Jahren mein Lieblingsfilm ist.

 

Hier findet ihr wie immer den Trailer.

 

Wenn ihr euch selbst überzeugen wollt, wie gut der Film ist, dann leiht ihn doch in unserer Bibliothek aus.

 

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